E-Learning-Anbieter stehen am Scheideweg. Nicht weil der Markt schrumpft – sondern weil Unternehmen radikal andere Erwartungen an Lernen haben.
Was Unternehmen nicht mehr brauchen: Content-Fabriken, die Lernmodule am Fließband produzieren, unabhängig davon, ob sie wirklich ein Problem lösen. Was sie aber mehr denn je brauchen: strategische Partner, die individuelle Lern-Herausforderungen verstehen und maßgeschneiderte Lösungen entwickeln – im richtigen Mix aus Eigenleistung und externer Expertise.
Die neue Realität: Ganz viel zwischen Make or Buy

Die klassische Make-or-Buy-Entscheidung war schon immer eine Vereinfachung. In der Praxis sieht die Ausgangslage bei jedem Content-Projekt anders aus: Manchmal existiert nur eine grobe Materialsammlung, manchmal ein detailliertes Feinkonzept. Die verfügbaren Ressourcen – zeitlich wie finanziell – variieren stark. Und auch der Anspruch an das Endprodukt unterscheidet sich: Von der schnellen Prozessschulung bis zum aufwendigen Leuchtturmprojekt mit Storytelling- und Gamification-Elementen.
Der Make-Weg klingt verlockend: Mitarbeitende erstellen Lerninhalte einfach selbst – schnell, flexibel und ohne große Budgets. Mit KI wird das noch einfacher. So die Theorie. Doch die Praxis zeigt: Die technische Erstellung ist nicht das Problem – sondern die didaktische Qualität. Genau an diesem Punkt wird es für viele L&D-Teams herausfordernd. 60 Prozent der Abteilungen scheitern an begrenzten Ressourcen, und wenn Fachabteilungen Inhalte erstellen sollen, kommen fehlende Didaktik, mangelnde Zeit oder fehlende Akzeptanz hinzu.
Der Buy-Weg, die komplette Auslagerung an einen Dienstleister, löst das Ressourcenproblem auf den ersten Blick. Doch auch hier darf der Zeitaufwand für Briefing, Abstimmung und Feedbackschleifen nicht unterschätzt werden. Und: Die Kosten für eine Full-Service-Produktion passen nicht immer zum Budget.
Die Lösung: Co-Creation als individueller Mix
youknow hat aus über 15 Jahren Projekterfahrung eine klare Erkenntnis gewonnen: Zwischen Make or Buy gibt es ein ganzes Spektrum an Möglichkeiten. Die Co-Creation-Skala
bildet dieses Spektrum ab – bewusst stufenlos, denn jedes Projekt ist anders. Die Skala reicht von nahezu vollständiger Eigenproduktion der Lerninhalte (mit punktueller Unterstützung) bis zur kompletten Entwicklung und Auslagerung an youknow. Dazwischen liegen unzählige individuelle Abstufungen. Die dargestellten Szenarien sind exemplarische Beispiele, keine festgelegten Pakete.
Beispiel 1: Eigenproduktion mit professionellem Feinschliff
Ein Fachexperte verfügt über gut strukturierte Inhalte, benötigt aber Unterstützung bei der didaktischen Aufbereitung. Die Lösung: Der Experte produziert die Inhalte selbst im KI-gestützten Autorentool knowtion. youknow übernimmt nur noch den Feinschliff. Das spart Zeit und Kosten – und ermöglicht die Einbindung von Personen ohne Erfahrung bei der Content-Erstellung. Die in knowtion integrierte KI wurde mit rund 1.000 Seiten youknow-Didaktik Know-how aus über 15 Jahren Content-Produktion trainiert und sichert die didaktische Qualität bereits im Tool.
Beispiel 2: Skalierung durch schrittweisen Know-how Transfer
Ein Unternehmen benötigt 30 Trainings. youknow produziert das erste Training komplett – als Benchmark. Anschließend werden die Fachexpert:innen des Kunden Schritt für Schritt befähigt – durch Templates, Illustrationsbibliotheken, Didaktik-Coachings usw. – die weiteren Trainings selbst zu erstellen. youknow stellt mit gezielten Qualitäts-Checks sicher, dass jedes Training seine Lernwirkung er reicht. So entsteht ein skalierbares Modell, das langfristig Instructional-Design-Kompetenz im Unternehmen aufbaut.
Beispiel 3: Von der PowerPoint zum Story-basierten Training
Eine PowerPoint voller Fachwissen – aber noch weit entfernt von einem Training, das nachhält. Der Anspruch: Storytelling statt Bulletpoints, Interaktion statt Frontalvortrag. youknow analysiert die Lernziele, entwickelt ein Konzept mit echtem Erlebniswert und setzt dieses um. Der oder die Fachexpert:in gibt dabei inhaltliches Feedback und bleibt Sparringspartner:in.

Der youknow-Ansatz: Vom Dienstleister zum Lösungspartner
Was youknow von reinen Produktionsdienstleistern unterscheidet: der Anspruch, strategischer Problemlöser zu sein. Schon in der ersten Beratung werden nicht nur Anforderungen aufgenommen, sondern Zielsetzungen hinterfragt: Was soll die Maßnahme konkret erreichen? Welche Verhaltensänderung ist gewünscht? Welcher Lernkontext besteht?
Auf dieser Basis entwickelt youknow einen individuellen Mix aus interner und externer Leistung. Dabei fließen folgende Faktoren ein:
• Projektanspruch: Standard-Training oder kreatives Leuchtturmprojekt
• Verfügbare Ressourcen: Zeit, Budget, personelle Kapazitäten
• Vorhandene Materialien: Von grober Ideensammlung bis zum ausformulierten Drehbuch
• Bestehendes Vorwissen: Didaktische Kompetenz im Team
• Genutzte Software: knowtion, Storyline, Rise oder andere Autorentools
• Skalierungsziele: Einmaliges Projekt oder Aufbau langfristiger Produktionskapazität
Der Mehrwert: Qualität, Geschwindigkeit, Unabhängigkeit
In Co-Creation-Projekten stellt sich oft die Frage, wie die inhaltliche Qualität gesichert wird, wenn Teams selbst produzieren. youknow bietet je nach Modell passende Sicherungsmechanismen – von der in knowtion integrierten didaktischen KI über Feedback-Schleifen bis zur vollständigen Qualitätsprüfung durch erfahrene Instructional Designer.
Auch beim Faktor Geschwindigkeit zeigt sich ein klares Muster: Co-Creation erfordert anfangs mehr Abstimmung für Prozessdefinition, Templates und Schulungen. Ist der Workflow aber erst mal etabliert, beschleunigt sich die Produktion erheblich – besonders bei größeren Content-Volumina. Ein wertvoller Nebeneffekt: Unternehmen bauen durch die Zusammenarbeit eigene Instructional-Design-Kompetenz auf. Was als Ressourcenlösung startet, wird zur strategischen Weiterentwicklung der L&D-Abteilung.
Diese Flexibilität zeigt sich auch technologisch: Co-Creation funktioniert mit knowtion, Storyline, Rise oder anderen bevorzugten Autorentools. Entscheidend ist das Ziel, nicht das Werkzeug.
Fazit: Der richtige Mix für jede Herausforderung
Die Zukunft der Content-Produktion liegt nicht in der starren Wahl zwischen Make or Buy. Sie liegt im individuellen Mix – genau abgestimmt auf Ressourcen, Ziele und Kontext des jeweiligen Projekts. E-Learning-Anbieter, die diesen Paradigmenwechsel vollziehen und zu strategischen Problemlösern werden, sind nicht bedroht. Sie sind gefragter denn je.
youknow versteht sich genau als dieser Partner: flexibel, lösungsorientiert und mit dem Anspruch, gemeinsam mit Kunden den optimalen Weg zu finden – ob mit viel oder wenig Unterstützung.
Zielgruppe: youknow unterstützt L&D-, HR- und Fachabteilungen in mittleren und großen Unternehmen, die effektive digitale Weiterbildung suchen und Wert auf partnerschaftliche Zusammenarbeit und passgenaue, innovative Lernlösungen legen.
Portfolio: youknow bietet ein umfassendes Portfolio aus digitalem Lerncontent, modernen Lerntechnologien und individueller Lösungsberatung – auch KI-gestützt – für maßgeschneiderte, wirksame Weiterbildung entlang der gesamten Learning Journey.
Referenzkunden: adesso, adidas, Allianz, BASF, BCG, Bosch, Deutsche Bahn, Doppelmayr, Gardena, Giesecke + Devrient, Lufthansa, Porsche, pwc, Rational, REWE Group, Roche, Sanofi, Schaeffler, Sixt, TÜV Süd
Der Autor
Friedl Wynants
Friedl Wynants ist Wirtschaftspsychologe und einer der Gründer und Geschäftsführer von youknow, einem der führenden Full-Service-Anbieter für E-Learning im deutschsprachigen Raum. Sein Know-how teilt er regelmäßig in Vorträgen und Workshops. Er ist überzeugt davon, dass ein Unternehmen nur so gut ist, wie die Menschen dahinter. Und genau das treibt ihn bei youknow an: Mit Lösungen für digitales Lernen, die jede und jeden dazu zu bringen, über sich hinauszuwachsen.
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