Immersion als Schlüssel zum Verstehen
Kompetenz durch Erfahrung: Wie ein Raumkonzept Wissen verankert
Unternehmen, Schulen und Bildungseinrichtungen stehen heute vor einer großen Herausforderung: Wie macht man Wissen spannend, verständlich und direkt erlebbar? Nelsen Consulting hat sich genau dieser Frage angenommen und antwortet mit Immersion: Mit dem nelsen immersive cube wird eine Lernumgebung geschaffen, die Sicherheit bietet, neugierig macht und Lernen zu einem interaktiven Erlebnis verwandelt.
Die Art und Weise, wie Menschen lernen, befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel: Digitalisierung, Fachkräftemangel und technologische Entwicklungen verändernArbeitsprozesse und damit auch die Erwartungen an Weiterbildung. Inhalte werden zunehmend schnelllebig und die Ansprüche der Lernenenden sind hoch. Viele Organisationen stehen daher vor der Herausforderung, Lernumgebungen zu schaffen, die flexibel, zugänglich und zugleich wirksam sind.
Klassische Schulungsformate stoßen dabei immer häufiger an ihre Grenzen. Präsenztrainings bieten oft zu wenig Flexibilität, während digitale Formate bei komplexen oder emotionalen Inhalten an ihre Grenzen geraten.
Besonders dort, wo Sicherheit, Präzision oder soziale Interaktion entscheidend sind, lassen sich Abläufe und Entscheidungen nur schwer realitätsnah trainieren. Gleichzeitig wächst der Wunsch nach Lernformen, die Konzentration fördern, Beteiligung ermöglichen und Lernende aktiv einbinden.
Vor diesem Hintergrund suchte Nelsen Consulting nach einem Ansatz, der den Wandel der Lernkultur aufgreift und Lernen wieder greifbar, lebendig und erlebbar macht.Im Zentrum stand die Frage: Wie kann Wissen so aufbereitet werden, dass es im Erleben verankert bleibt und direkt angewendet werden kann?
Lernbedarfe analysieren

Um die Ausgangslage genauer zu verstehen, führte Nelsen Consulting Interviews mit HR- und Trainingsverantwortlichen, beobachtete bestehende Trainingssituationen und sammelte Rückmeldungen von Teilnehmenden in Pilotgruppen. Dabei wurde deutlich, dass der Wunsch nach praxisbezogenen und individuell anpassbaren Formaten in allen Unternehmensbereichen deutlich spürbar ist.
Themen wie Arbeitssicherheit, Maschinenbedienung oder Kommunikationsverhalten lassen sich in theoretischen Formaten nur eingeschränkt vermitteln. Mitarbeitende wünschen sich Situationen, in denen sie Entscheidungen unmittelbar erleben und deren Folgen beobachten können: ohne Risiko, aber mit spürbarem Bezug zur Praxis.
Auch die Lernumgebung selbst spielt dabei eine entscheidende Rolle: In offenen Büros oder im Homeoffice erschweren Ablenkungen konzentriertes Lernen. Gleichzeitig sinkt mit der wachsenden Informationsflut die durchschnittliche Aufmerksamkeitsspanne, was neue didaktische Ansätze erfordert, die Lernende aktiv einbeziehen und emotionale Anker setzen. Studien zeigen, dass multisensorische Erfahrungen die Erinnerungsleistung deutlich steigern – ein Befund, der die Bedeutung interaktiver und erlebnisorientierter Lernformate unterstreicht.
Projektverlauf
Am Anfang stand eine klare Zieldefinition: Es sollte eine immersive Lernumgebung entstehen, die komplexe Inhalte erlebbar macht, sich flexibel einsetzen lässt und zugleich technologisch wie lernmethodisch überzeugt. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, stellte Nelsen Consulting ein interdisziplinäres Team zusammen, das pädagogisches, gestalterisches und technisches Know-how vereinte. Neben E-Learning Consultants, UX-Designer:innen und Ingenieur:innen waren auch externe IT-Partner sowie eine spezialisierte Schreinerei beteiligt, die die räumliche Umsetzung realisierte.
Auf Grundlage der Bedarfsanalyse entstanden erste Entwürfe, wie sich Projektionen, Klang und Interaktion zu einem stimmigen Gesamterlebnis verbinden lassen könnten. In Workshops mit den beteiligten Disziplinen wurden Ideen gesammelt, verworfen und neu kombiniert – immer mit dem Ziel, eine Umgebung zu schaffen, die intuitiv funktioniert und didaktisch Sinn ergibt. Benchmarking-Analysen und Designstudien halfen dabei, bestehende immersive Formate zu bewerten und die eigenen technischen sowie ergonomischen Anforderungen zu schärfen.
Ein zentrales Thema war die Synchronisation der Projektoren: Drei Bildquellen mussten zu einem fließenden Panorama verschmelzen, ohne sichtbare Übergänge oder Verzögerungen. Parallel dazu wurde an der Steuerung gearbeitet, die trotz der technischen Komplexität einfach bedienbar bleiben sollte. Schrittweise wurden diese Herausforderungen durch enge Abstimmung zwischen Softwareentwicklung, Design und Konstruktion gelöst.
Nachdem das technische Grundgerüst stand, begann die Phase des Experimentierens. Erste Prototypen wurden gebaut, getestet, analysiert und in iterativen Zyklen verfeinert. Jede neue Version brachte kleine, aber entscheidende Erkenntnisse: Wie intensiv darf Bewegung eingesetzt werden, ohne die Orientierung zu verlieren? Wie muss die Projektion aufgebaut sein, um das Gefühl von Immersion zu vermitteln? Wie verliere ich als Anwender nicht den Fokus bei so einer großen Inhaltsfläche? Diese und viele weitere Fragen begleiteten das Team über Monate hinweg.
Jede Entwicklungsstufe wurde unter realen Bedingungen geprüft, zunächst intern, später auf Fachmessen, wo das Konzept erstmals einem breiteren Publikum vorgestellt wurde. Die dort gewonnenen Rückmeldungen bestätigten nicht nur das Potenzial der Idee, sondern lieferten auch wertvolle Hinweise für die Weiterentwicklung. So entstanden parallel zum technischen Feinschliff auch neue Ansätze für Interaktion und Storytelling, die das Lernerlebnis vertieften.
Diese feedbackorientierte, agile Vorgehensweise prägt den gesamten Entwicklungsprozess bis heute. Sie machte es möglich, auf Rückmeldungen flexibel zu reagieren und die Lösung Schritt für Schritt zu verfeinern – bis aus der anfänglichen Idee ein System entstand, das die Basis für eine neue Form des Lernens legt.
Projektergebnis

Entstanden ist ein immersives Lernsystem, der nelsen immersive cube, der das Lernen in eine multisensorische Erfahrung verwandelt und damit den Grundstein für eine neue Lernkultur legt. Der begehbare Raum kombiniert Projektionen, Klang und Interaktion zu einem Umfeld, das kognitive und emotionale Ebenen gleichermaßen anspricht. Durch Touchsensorik und Bewegungssteuerung wird Lernen zu einem aktiven Prozess: Inhalte können nicht nur betrachtet, sondern unmittelbar erlebt und gesteuert werden.
Die modulare Bauweise macht das System flexibel einsetzbar für Trainings, Workshops, Meetings oder Präsentationen, unabhängig von Ort und Zeit. Die kompakte Konstruktion erlaubt zudem den Einsatz direkt vor Ort, etwa in Produktionshallen, auf Messen oder in Lernzentren.
Praxisbeobachtungen zeigen eine hohe Motivation und positive emotionale Resonanz. Lernende beschrieben das Training als intensiv, realitätsnah und besonders einprägsam.
Ziel ist es die Einarbeitungszeiten zu verkürzen, die Handlungssicherheit zu erhöhen und damit den Transfer in den Arbeitsalltag zu verbessern. Der immersive cube bietet zudem einen geschützten Rahmen, in dem auch sensible Themen ohne Beobachtungsdruck trainiert werden können.
Fazit
Der nelsen immersive cube zeigt, wie sich innovative Lerntechnologien und durchdachte Didaktik zu einer kohärenten Gesamtlösung verbinden. Der Raum wird zum Medium des Lernens – ein Ort, an dem Inhalte Gestalt annehmen, Wissen verankert wird und neue Lernformen entstehen.
Über den unmittelbaren Projekterfolg hinaus hat das immersive Konzept einen Impuls für die Weiterentwicklung moderner Lernkulturen gesetzt. Es verdeutlicht, dass nachhaltige Lernerlebnisse dann entstehen, wenn technologische Innovation mit pädagogischem Verständnis und konsequentem Feedback verknüpft wird. Der Ansatz, Lernen räumlich, emotional und interaktiv zu gestalten, verändert nicht nur Lernarchitekturen, sondern auch Denkweisen in Organisationen – hin zu offeneren, erfahrungsbasierten Lernprozessen.
Langfristig schafft der nelsen immersive cube die Grundlage für kontinuierliches Lernen: Der modulare Aufbau ermöglicht fortlaufende Anpassungen, die Integration in hybride Trainingsformate fördert den Wissenstransfer, und die erlebte Nähe zu den Inhalten stärkt das Engagement der Lernenden. Durch die Verbindung von Raum, Interaktion und Emotion entsteht eine Lernumgebung, die mit zukünftigen Anforderungen an betriebliche Weiterbildung mitwachsen kann.
Damit leistet der nelsen immersive cube einen Beitrag zur Zukunft des Lernens, der weit über den technischen Rahmen hinausgeht – hin zu einer Kultur des Erlebens, Verstehens und Teilens. Die Jury des eLearning AWARD 2026 zeichnet das Projekt „nelsen immersive cube“ für seine überzeugende Verbindung aus Technologie, Didaktik und Lernerlebnis mit dem SonderAWARD „eLearning Innovation“ mit dem Schwerpunkt „Immersives Lernen“ aus. Herzlichen Glückwunsch!
Keytakeaways
Ausgangssituation:
- Fehlende Realitätsnähe und Flexibilität in klassischen Trainings, besonders in Schichtbetrieben.
- Bedarf an praxisnahen, einbindenden Lernformen zur Steigerung von Motivation und Merkfähigkeit.
Projektziel:
- Lernumgebung schaffen, die Wissen erlebbar macht und kognitiv wie emotional verankert.
- Flexibles, ortsunabhängiges Format für individuelles und gemeinsames Lernen entwickeln.
Umsetzung:
- Entwicklung eines immersiven 270°-Raums mit Projektion, Klang und Interaktion.
- Agile Prototyping-Phasen mit Nutzerfeedback und Messeerprobung.
Messung:
- Bis zu 30 % höhere Erinnerungsleistung, gesteigerte Motivation und Handlungssicherheit.
- Kürzere Einarbeitungszeiten laut teilnehmenden Unternehmen.
Projektverantwortliche

Nelsen Consulting GmbH
Martin Nelsen
Geschäftsführer
Moosacher Straße 86
80809 München
www.nelsen.de




