Lernen neu verbunden
Wie A1 Lernen in Zeiten der KI neu auflädt
Wenn Technologie auf echte Lernbedürfnisse trifft, entsteht mehr als ein Programm – es entsteht ein Möglichkeitsraum. Mit der GenAI Learning Journey hat A1 ein Lernangebot geschaffen, das Künstliche Intelligenz nicht nur erklärt, sondern in den Arbeitsalltag integriert. Dabei wird aus anfänglicher Skepsis Neugier, und aus Unsicherheit entsteht Gestaltungskraft. Die Lern-Reise lebt von Offenheit, kollegialem Austausch und dem Mut, Neues auszuprobieren. Lernen wird dabei nicht als Pflicht verstanden, sondern als Einladung, Veränderung aktiv mitzugestalten. So wird aus Weiterbildung ein Impulsgeber für kulturellen Wandel – spürbar, praxisnah und zukunftsorientiert.
Digitalisierung & Ausgangslage
Digitalisierung verändert Prozesse und zugleich, wie Wissen entsteht, geteilt und weiterentwickelt wird. Generative KI verschiebt Routinen spürbar: Assistenztools, automatisierte Contentsysteme und ChatGPT prägen bereits Kommunikation, Entscheidungen und Arbeit. Damit entstehen neue Möglichkeiten – aber auch neue Fragen: Wie bleibt Wissen aktuell, wenn sich Werkzeuge ständig verändern? Wie können Mitarbeitende befähigt werden, technologische Entwicklungen als Chance zu begreifen statt als Risiko?
Für A1 war diese Herausforderung eng mit der eigenen Rolle als digitaler Vorreiter verbunden. Das Unternehmen agiert in einem Umfeld, in dem Innovation und technologische Kompetenz zentrale Erfolgsfaktoren sind –bei einem heterogenen Team mit sehr unterschiedlichen Erfahrungsniveaus und Lerngewohnheiten. Der technologische Fortschritt wirkte wie ein Katalysator: Er machte deutlich, dass Lernen nicht länger statisch gedacht werden kann, sondern als dynamisch.
Die zentrale Aufgabe bestand darin, einen gemeinsamen Zugang zu schaffen – ein Lernverständnis, das technologische Exzellenz mit einer offenen, menschlich geprägten Haltung verbindet. Alle Beschäftigten sollten, unabhängig von Alter, Funktion oder Vorerfahrung, ihren individuellen Zugang zu Künstlicher Intelligenz entwickeln können. Daraus erwuchs der Anspruch, Lernen neu zu denken: praxisnah, dialogorientiert und für alle zugänglich. Genau dieser Schwung wurde zum Ausgangspunkt für eine Lernreise, die nicht nur Wissen vermittelt, sondern Haltung verändert.
Lernbedarfe

Mit dem Aufkommen generativer KI wandelte sich bei A1 das Lernverständnis. Geschwindigkeit, mit der neue Tools, Plattformen und regulatorische Anforderungen entstehen, machte deutlich: Lernen muss heute dynamisch, kontextbezogen und praxisnah sein. Der Wunsch nach Orientierung, Sicherheit und konkreter Anwendbarkeit wurde spürbar – nicht nur bei Digitalexpert:innen, sondern quer durch alle Unternehmensbereiche.
Die Ausgangslage war dabei alles andere als homogen. Während einige Teams bereits eigene KI‑Use Cases entwickelten, standen andere noch ganz am Anfang. Diese Vielfalt diente als Ausgangspunkt: Die GenAI Learning Journey wurde bewusst so konzipiert, dass sie unterschiedliche Vorkenntnisse berücksichtigt, individuelle Lernpfade ermöglicht und Lernen als gemeinsamen Prozess versteht.
Neugier und Unsicherheit lagen oft nah beieinander. Manche Mitarbeitende waren begeistert, andere skeptisch oder überfordert. Genau dieses Spannungsfeld wurde zur zentralen Herausforderung – und zur Chance. Die Lernarchitektur musste nicht nur Wissen vermitteln, sondern Vertrauen schaffen. Sie sollte Freiräume bieten, in denen Neues ausprobiert werden kann, ohne dass man Angst vor Fehlern haben musste.
Dabei wurde klar: Lernen ist kein isolierter Vorgang einzelner Mitarbeitenden, sondern Teil einer kulturellen Entwicklung. Für A1 bedeutet das, Lernen als Haltung zu verstehen – als Verbindung von Wissen, Erfahrung und Reflexion. Ziel war es, Formate zu schaffen, die nicht nur Kompetenzen aufbauen, sondern Denkweisen verändern. Die GenAI Learning Journey fördert Selbstwirksamkeit, kritische Reflexion und ein gemeinsames Verständnis von Veränderung als Chance – und macht Lernen zum aktiven Teil der Unternehmensidentität.
Projektverlauf
Die GenAI Learning Journey entstand aus der Realität eines Unternehmens im Wandel. Unter hohem Tempo war klassische Planungssicherheit keine Option; stattdessen galt „Lernen durch Loslegen“ – mit Mut, Pragmatismus und Experimentierfreude. Innerhalb weniger Wochen formierte sich ein interdisziplinäres Team aus People & Culture, Digitalisierung, IT, Kommunikation und Fachbereichen. Rollen wurden nicht zugewiesen, sondern flexibel gelebt. Entscheidungen fielen in Stand‑ups, Rückmeldungen flossen unmittelbar in die Umsetzung ein. Diese agile Arbeitsweise war kein Selbstzweck, sondern Ausdruck einer Lernkultur, die sich selbst ernst nimmt. Ein Projektmitglied aus dem Bereich Digitalisierung bringt es auf dem Punkt: „Besonders in der Hochphase des Rollouts hat unser Mut, auch ohne klassische Pilotphase zu agieren, einen enormen Innovationsschub ausgelöst.“
Die Lernarchitektur folgte dabei einer klaren Logik: Inhalte mussten technologisch aktuell, didaktisch tragfähig und kulturell anschlussfähig sein. Die Zusammenarbeit mit einem EdTech‑Startup wurde zum Katalysator. Dessen Lizenzverwaltungstool wurde nicht einfach übernommen, sondern gemeinsam weiterentwickelt. Die L&D‑Expert:innen von A1 agierten als Co‑Entwickler:innen, übersetzten Praxisbedarfe in Features und testeten diese in Echtzeit. Die Inhalte reichten von Grundlagen zu Prompting und Datenethik bis zu konkreten Use Cases aus dem Arbeitsalltag – etwa zur Fehlerdiagnose in der IT oder zur Prozessoptimierung im Vertrieb.
Statt einer klassischen Pilotphase entschied sich A1 für einen schnellen, breiten Rollout. Bereits in der ersten Woche kamen Rückmeldungen aus unterschiedlichsten Bereichen – von spontanem Workshop‑Diskussionen bis zu Impulsen aus virtuellen KI‑Erlebnisräumen. Diese Räume wurden zu Lernorten, in denen Austausch, Ausprobieren und Reflexion ineinandergriffen. Fehler galten nicht als Rückschläge, sondern als wertvolle Lernanlässe.
Natürlich war der Weg nicht frei von Reibung. Unterschiedliche Vorkenntnisse, technische Schnittstellenprobleme und Skepsis gegenüber KI forderten das Team heraus. Doch gerade diese Herausforderungen schärften das Angebot. Niedrigschwellige Formate und alltagstaugliche Use Cases halfen, Barrieren abzubauen. Eine transparente, mitunter selbstkritische Kommunikation wurde zum Markenzeichen – Mitarbeitende fühlten sich abgeholt und konnten KI in ihrem eigenen Tempo erkunden. So entstand ein Lernsystem, das nicht nur Wissen vermittelt, sondern Vertrauen schafft – und Veränderung als gemeinsamen Prozess begreifbar macht.
Projektergebnis

Der Rollout der GenAI Learning Journey war kein leiser Start – sondern ein sichtbares Signal für Aufbruch. Ein CEO‑Video eröffnete die Initiative, flankiert von einem KI‑generierten Mona‑Lisa‑Motiv mit dem Slogan „Generative AI optimal nutzen“. Die Kampagne setzte auf maximale Sichtbarkeit: QR‑Codes führten direkt in die Lernumgebung, Plakate hingen in Aufzügen und Fluren, das Thema war präsent in allen internen Kanälen. Bereits nach vier Tagen hatten sich über 500 Mitarbeitende eingeschrieben – ein starkes Zeichen für Neugier und Beteiligungsbereitschaft.
Doch der eigentliche Erfolg zeigte sich nicht in Zahlen, sondern in Haltung. Aus anfänglicher Skepsis wurde Neugier, aus Unsicherheit entstand Offenheit. Teams begannen, eigene KI‑Anwendungsfälle zu entwickeln, Erfahrungen zu teilen und voneinander zu lernen.
Die Lernräume wurden zu Orten intensiver Zusammenarbeit – weit über die ursprünglichen Formate hinaus. Der offene Umgang mit Fehlern, das iterative Vorgehen und die Einbindung unterschiedlichster Perspektiven schufen Vertrauen. Diese Kultur der Offenheit war entscheidend, um KI im Arbeitsalltag zu verankern. Das Feedback der Teilnehmenden war eindeutig: Besonders geschätzt wurden die praxisnahen Beispiele, die modulare Struktur und der respektvolle Umgang mit Unsicherheiten. Viele berichteten, dass sie sich durch die Journey sicherer im Umgang mit neuen Tools fühlten und KI gezielter für kreative sowie effizientere Arbeitsprozesse einsetzen konnten.
Auf Basis dieser Resonanz wurde die GenAI Learning Journey fest in das Lernökosystem von A1 integriert. Neue Module zu Themen wie KI‑Ethik, Datenkompetenz und Automatisierung erweitern seither das Angebot. Die Erfahrungen aus dem Projekt dienen inzwischen als Grundlage für weitere Lerninitiativen – sowohl innerhalb der A1 Group als auch im Austausch mit externen Partnern. Die Journey ist damit nicht nur ein Lernformat, sondern ein strategischer Hebel für kulturellen Wandel und digitale Zukunftsfähigkeit.
Fazit
Mit der GenAI Learning Journey hat A1 weit mehr als ein Weiterbildungsprojekt realisiert: Es wurde ein starkes Zeichen für eine neue Lernkultur gesetzt. Lernen wird heute nicht mehr als Pflicht verstanden, sondern als Haltung: offen, selbstbestimmt und gemeinschaftlich. Die Wirkung reicht weit über die ursprüngliche Zielgruppe hinaus. Mitarbeitende aus unterschiedlichsten Bereichen berichten, wie sie durch die Journey nicht nur neue Kompetenzen, sondern auch ein neues Selbstverständnis im Umgang mit Technologie entwickelt haben.
Der offene Austausch über Erfahrungen, Ideen und Herausforderungen hat den Zusammenhalt im Unternehmen spürbar gestärkt. Eine Kollegin aus dem Sales‑Team erzählt: „Nach dem Training konnte ich erstmals eine KI‑Lösung im eigenen Team einführen – und meine Erfahrungen in der Community teilen.“ Solche Rückmeldungen zeigen, dass die Journey Kompetenzen stärkt und Mitarbeitende ermutigt, KI selbst einzusetzen und Erfahrungen zu teilen. Die GenAI Learning Journey steht exemplarisch für die Verbindung von technologischem Fortschritt und menschlicher Lernbereitschaft. Sie zeigt, wie Mut zum Experiment, strukturiertes Vorgehen und kulturelle Offenheit zusammenwirken können, um Innovation nachhaltig im Unternehmen zu verankern. Die Erfahrungen fließen in weitere Module und bereichsübergreifende Lernformate ein.
Damit ist der Grundstein gelegt, Lernen bei A1 künftig noch stärker als Motor für Innovation und Zusammenhalt zu verankern. Die Journey hat bewiesen, dass nachhaltige Transformation dort gelingt, wo Menschen gemeinsam wachsen wollen – unabhängig von Hierarchie, Vorerfahrung oder Funktion. Sie ist heute ein fester Bestandteil des Lernökosystems und ein Impulsgeber für die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens.
Die Jury des eLearning AWARD 2026 würdigt dieses Engagement mit der Auszeichnung in der Kategorie „Künstliche Intelligenz“ – Schwerpunkt „Lernreise“. Herzlichen Glückwunsch!
Keytakeaways
Ausgangssituation:
- Unterschiedliche Digital- und Lernkompetenzen führten zu Unsicherheit im Umgang mit KI.
- Bedarf an Orientierung und gemeinsamer Lernkultur, um technologische Veränderungen zu gestalten.
Projektziel:
- Aufbau einer offenen Lernhaltung, die Technologie, Kultur und Zusammenarbeit verbindet.
- Befähigung aller Mitarbeitenden, KI sicher, reflektiert und praxisnah zu nutzen.
Umsetzung:
- Agiles, interdisziplinäres Projektteam und iteratives Vorgehen.
- Kombination aus Lernplattform, Praxisbeispielen, Austauschformaten und interner Kampagne.
Messung:
- Über 500 Teilnehmende in den ersten Tagen; positive Rückmeldungen zu Relevanz und Praxistransfer.
- Wahrnehmbarer Kulturwandel: Lernen als Haltung, mehr Offenheit und Vertrauen im Umgang mit KI.
Projektverantwortliche
A1 Telekom Austria AG
Nicole Fally
HR People & Culture
nicole.fally@a1.at
Lassallestrasse 9
1020 Wien, Österreich
www.a1.net




