Führung beginnt mit Lernen – und Lernen mit Selbststeuerung
Die Next Leader Journey zeigt, wie Lernen zum Führungserlebnis wird

Der Start in eine Führungsrolle ist eine der prägendsten Phasen einer beruflichen Laufbahn – und zugleich eine der anspruchsvollsten. Neue Führungskräfte stehen vor der Herausforderung, ihre Rolle zu finden, mehr Verantwortung zu übernehmen und ein Team wirksam zu führen, während sie selbst noch Orientierung suchen. Genau hier setzt die Next Leader Journey von Strametz & Associates GmbH an.
Die Next Leader Journey ist ein vollständig digitales Entwicklungsprogramm für die Begleitung neuer Führungskräfte – und doch alles andere als ein klassisches eLearning. Die Grundlage bildet ein selbstgesteuertes Lernsystem, das es Teilnehmenden ermöglicht, ihre Inhalte flexibel und individuell zu wählen – genau dann, wenn sie im Führungsalltag gebraucht werden. Doch das eigentliche Lernen geschieht nicht allein vor dem Bildschirm. In Einzel-Coachings, Peergroups und interaktiven Live-Sessions werden Erfahrungen reflektiert, Führungsfragen diskutiert und persönliches Wachstum begleitet. Der adaptive Lernansatz verbindet fachliche Exzellenz und methodische Vielfalt mit echter Verhaltensänderung. Das Ergebnis: messbar höhere Handlungssicherheit und eine neue Generation entwicklungsorientierter Führungskräfte.

Ausgangssituation

In vielen mittelständischen Unternehmen stehen neu ernannte Führungskräfte vor der gleichen Herausforderung: Sie übernehmen Verantwortung für die Führung eines Teams, während in der Einarbeitung fachliche, betriebswirtschaftliche und arbeitsrechtliche Schwerpunkte im Vordergrund stehen. Echte Führungskompetenz wird vorausgesetzt oder soll nebenbei entwickelt. Klassische Seminarstrukturen greifen zu kurz – sie sind zu starr, zu wenig anschlussfähig an den Arbeitsalltag und kommen oft zu früh oder zu spät.

Genau hier setzt Strametz & Associates GmbH mit der Next Leader Journey an. Das Unternehmen, das seit Jahren Spezialist für Führungskräfteentwicklung und Transformationsbegleitung ist, entwickelte ein digitales Lernkonzept, das einen fundamentalen Unterschied macht: funktionsbegleitendes statt funktionsvorbereitendes Lernen.

Wie können Menschen, die erstmals Führungsverantwortung übernehmen, Lernen als echten Startpunkt ihrer Führungsreise erleben? In der Next Leader Journey geht es darum, neuen Führungskräften nicht nur das Handwerkszeug zu vermitteln, sondern vor allem Orientierung, Selbstvertrauen und Klarheit in ihrer neuen Rolle zu geben – genau dann, wenn sie es am meisten brauchen. Denn Führung lernt man nicht in theoretischen Seminaren, sondern durch konkretes Erleben und Reflektieren im eigenen Führungsalltag.

Die zentrale Erkenntnis: Die Lernmotivation ist dann am höchsten, wenn die Lösung heute gebraucht wird – nicht erst in drei Monaten.

Lernbedarfe

Lernen in sechs Schritten zur Wirksamkeit: Die digitale Lernumgebung der Next Leader Journey vereint Selbstreflexion, Coaching und Praxistransfer zu einem strukturierten Entwicklungsprozess. Jedes Modul führt Führungskräfte gezielt durch ihre individuelle Lernreise – flexibel, vernetzt und handlungsorientiert.

Die Analysephase zeigte deutlich, dass neue Führungskräfte im deutschen Mittelstand vor drei zentralen Herausforderungen stehen:

  1. Fehlende Entwicklungsstrukturen: In vielen Unternehmen dominiert die fachliche Einarbeitung, während gezielte Programme zur Führungsentwicklung kaum etabliert sind. Coaching findet, wenn überhaupt, meist intern statt – was herausforderndere Vertrauens- und Rollendynamiken mit sich bringt als eine unabhängige, externe Begleitung.
  2. Isolation statt Vernetzung: Es zeigt sich, dass viele neue Führungskräfte isoliert starten. In Organisationen mit geringer Fluktuation oder flachen Hierarchien gibt es oft keine Peergroups oder Austauschforen, in denen gemeinsames Lernen und kollegiale Reflexion stattfinden. Damit bleibt das Potenzial kollektiven Lernens weitgehend ungenutzt.
  3. Mangelnde Selbstorganisation im Lernen: Häufig fehlt es an Unterstützung für selbstorganisiertes Lernen. Besonders die sogenannte „Early Majority“ – also Menschen, die bereit sind, sich zu entwickeln, aber noch nicht über ausgeprägte Selbststeuerungskompetenzen verfügen – benötigen ein Lernsystem, das zugleich Struktur und Freiheit bietet.

Hinzu kommt der steigende Druck durch Transformation, Fachkräftemangel und hybride Arbeitsformen. Neue Führungskräfte müssen in kurzer Zeit Orientierung finden, Verantwortung übernehmen und Wirkung entfalten – und brauchen dafür Lernformate, die flexibel, praxisnah und sofort anwendbar sind. Klassische Seminare erweisen sich dabei oft als zu starr, theorielastig und schwer in den Arbeitsalltag integrierbar.

Ziel der Next Leader Journey war es daher, ein Lernsystem zu schaffen, das Führungskompetenz nicht nur vermittelt, sondern erlebbar macht. Neue Führungskräfte sollten befähigt werden, ihr Lernen selbst zu steuern, aktuelle Herausforderungen direkt einzubringen und neues Wissen unmittelbar in konkretes Handeln zu übersetzen. Durch die Kombination aus digitalen Lernformaten, individueller Begleitung und Peer-Austausch entsteht eine Lernarchitektur, die unterschiedliche Voraussetzungen berücksichtigt und gleichzeitig hohe Wirksamkeit erzielt.

Besonderer Wert sollte dabei auf die Flexibilisierung der Lernwege gelegt werden: kurze, adaptive Lerneinheiten, die sich nahtlos in den Führungsalltag integrieren lassen, ergänzt durch Coaching-Elemente und datenbasierte Lernsteuerung, die Fortschritte für Teilnehmende, HR und Management sichtbar macht. Um somit ein digitales Lernkonzept entstehen zu lassen, das Führung als kontinuierlichen Entwicklungsprozess versteht – mit messbaren Ergebnissen auf Ebene von Kompetenzaufbau, Motivation und Führungseffektivität.

Projektverlauf

Ausgehend von der Bedarfsanalyse entwickelte die Strametz & Associates GmbH ein mehrstufiges Vorgehensmodell, das Didaktik, Technologie und Praxiserprobung eng miteinander verknüpft. Drei innovative Elemente bilden dabei den Kern der Next Leader Journey.

  1. Adaptiver Lernansatz: Die Next Leader Journey kombiniert klare Orientierung mit voller Selbstbestimmung. Die Lernplattform ermöglicht den Teilnehmenden, jederzeit zu entscheiden: Was brauche ich jetzt? Was beschäftigt mich gerade in meinem Führungsalltag? Damit entsteht die perfekte Balance zwischen Struktur und Autonomie. Lerninhalte werden adaptiv angeboten – genau dann, wenn sie gebraucht werden.
  2. Verhaltensexperimente statt Wissensvermittlung: Im Mittelpunkt steht nicht das „Konsumieren“ von Wissen, sondern das Ausprobieren neuer Verhaltensweisen. Führung wird erlebbar, indem reale Herausforderungen – etwa Entscheidungsprozesse, Konfliktgespräche oder Mitarbeiterfeedback – in praxisnahe Lernsequenzen übersetzt werden. Digitale Interaktionselemente und dialogbasierte Lernpfade ermöglichen, Entscheidungen zu treffen, Konsequenzen zu reflektieren und daraus unmittelbar zu lernen. Das Entwicklungsprinzip folgt einem klaren Wandel: Von Fachwissen zu Beziehungswissen, von Misstrauen zu Vertrauen, von Vereinzelung zu Vernetzung, von Handlungsdruck zu Beharrlichkeit, von Intransparenz zu Transparenz.
  3. Persönliche Lernbegleitung: Ein zentrales Qualitätsmerkmal der Journey sind die engagierten Coaches. Sie sind erfahrene Begleiter:innen, die selbst Führungserfahrung mitbringen, empathisch, neugierig, herausfordernd und unterstützend. Ihr Ansatz: anpassen, antizipieren, improvisieren – immer mit Fokus auf den aktuellen Bedarf der Lernenden. Sie halten den roten Faden, ohne die Eigenverantwortung der Teilnehmenden einzuschränken.

Die technische und didaktische Umsetzung basiert auf einer modularen Architektur, die kurze, in sich abgeschlossene Lerneinheiten bietet – integrierbar in jeden Arbeitsrhythmus. Ob im Büro, im Homeoffice oder unterwegs: Mit Laptop, Headset und Internetzugang können Teilnehmende flexibel lernen, reflektieren und anwenden.

Von Beginn an wurde die Zielgruppe aktiv in den Entwicklungsprozess einbezogen. Prototypen wurden mit neuen Führungskräften getestet und ihr Feedback floss direkt in Sprache, Tonalität und Interaktionsdesign ein. So entstand ein Lernumfeld, das nicht nur didaktisch fundiert, sondern auch intuitiv, motivierend und praxisnah ist.

Die Pilotierung in ausgewählten Unternehmen validierte schließlich die Wirksamkeit: Nutzungsdaten, Feedbacks und Lernerfolge bestätigten, dass das iterative Vorgehen entscheidend für die hohe Akzeptanz und nachhaltige Wirkung war.

Projektergebnis

Individualisierte Lernreise statt Standardprogramm: Der Next Leader Journey-Konfigurator ermöglicht es Führungskräften, ihre persönliche Lernreise nach individuellen Bedürfnissen zusammenzustellen – von Coaching über Peer-Learning bis zur digitalen Lernplattform.

Nach Abschluss der Pilotphase zeigte sich deutlich: Die Next Leader Journey erfüllte die definierten Lernziele in hohem Maße – mit spürbarem Mehrwert für Teilnehmende und Organisation. Die Auswertungen belegten eine gesteigerte Lernbeteiligung, höhere Handlungskompetenz im Führungsalltag und eine deutlich wahrnehmbare Verhaltensänderung.

Im Zentrum stehen sechs aufeinander abgestimmte Module, die alle zentralen Kompetenzfelder moderner Führung abdecken – von Selbstreflexion bis zur Entwicklung anderer: „Ich in meiner Führungsaufgabe“ (Rollenfindung und Selbstverständnis als Führungskraft), „Meine Kommunikation & mein Teaming“, „Führen in hybriden Arbeitswelten“, „Impression Management und 360°-Wirkung“, „Konfliktbewältigung“ sowie „People Development“. Die modulare Struktur ermöglicht es, Lerninhalte individuell zu kombinieren und passgenau auf Entwicklungsstufen oder Rollenprofile auszurichten.

Die Lernarchitektur kombiniert dabei drei Hauptformate:

Impuls-Videos zur thematischen Orientierung und Selbstreflexion, eng verzahnt mit dem 70/20/10-Prinzip. 1:1-Coachings, die praxis- und anforderungsbegleitend genau dort ansetzen, wo die Führungskraft gerade steht. Sowie moderierte Peergroup-Sessions und Workshops, die kollektives Lernen und Vernetzung fördern.

Fazit

Die Next Leader Journey von Strametz verdeutlicht, wie digitale Lernlösungen heute gestaltet sein müssen, um neue und junge Führungskräfte wirksam sowie nachhaltig zu entwickeln. Entscheidend ist die konsequente Verbindung von Didaktik, Technologie und persönlicher Begleitung: Lerninhalte werden nicht als reine Wissensvermittlung verstanden, sondern als Impulse für Verhaltensänderung, Reflexion und Anwendung im realen Führungsalltag.

Das Projekt verdeutlicht: Wirksame Führungskräfteentwicklung überzeugt nicht durch Umfang, sondern durch Relevanz. Drei Faktoren sind dabei ausschlaggebend:

  1. Funktionsbegleitung statt Funktionsvorbereitung: Lernen im Ernstfall, nicht für den Ernstfall. Praxisnahe Verhaltensexperimente mit unmittelbarer Anwendung schaffen nachhaltige Kompetenzentwicklung.
  2. Adaptivität schafft Commitment: Die ausgewogene Mischung aus klarer Struktur und individueller Selbstbestimmung ermöglicht maximale Passung und Motivation.
  3. Menschen entwickeln Menschen: Persönliche Begleitung durch engagierte Coaches und Peergroups sind der entscheidende Unterschied zu klassischen eLearning-Formaten.

Kurze, fokussierte Lernmodule, echte Interaktion und datenbasierte Evaluation bilden das Fundament einer neuen Lernkultur: selbstbestimmt, messbar und menschlich. Die Next Leader Journey macht sichtbar, wie digitale Weiterbildung zu echter Führungsentwicklung wird.

Mit seiner strukturierten Vorgehensweise, der hohen didaktischen Qualität und dem klaren Praxisbezug setzt das Projekt Maßstäbe für moderne Learning & Development-Strategien. Es belegt: Digitales Lernen ist dann erfolgreich, wenn es nicht als Zusatzangebot, sondern als integraler Bestandteil der Unternehmensentwicklung gedacht wird.

Aus diesen Gründen freut sich die Jury, das Projekt „Next Leader Journey“ mit dem eLearning AWARD 2026 in der Kategorie „Learning Journey“ mit dem Schwerpunkt „Führungskompetenz“ auszuzeichnen. Herzlichen Glückwunsch!


Keytakeaways

Ausgangssituation:

  • Klassische Trainings zu starr, zu wenig praxisnah, kaum transferorientiert
  • Mittelstand ohne systematische Entwicklungsstrukturen für neue Führungskräfte
  • Funktionsvorbereitung statt Funktionsbegleitung

Projektziel:

  • Aufbau eines funktionsbegleitenden, adaptiven Lernsystems zur Stärkung zentraler Führungskompetenzen, Sicherstellung messbarer Lernwirkung und nachhaltiger Verhaltensänderung
  • Entwicklung von Selbstorganisationskompetenz im Lernen

Umsetzung:

  • Entwicklung von 6 Modulen, 4 Haupt-Lernformaten (Videos, Coaching, Peergroups, Workshops)
  • Adaptiver Lernansatz: Orientierung + Selbstbestimmung
  • Zeitkonzept: 8 Stunden strukturiert, 15-18 Std. selbstgesteuert (Verhältnis 1:2)
  • Engagierte Enthusiasten als Lernbegleiter

Messung:

  • Ein Drittel weniger Lernzeit bei höherem Kompetenzzuwachs
  • Nachweislich erhöhte Handlungssicherheit im Führungsalltag
  • Datenbasiertes Monitoring ermöglicht transparente Fortschrittsverfolgung

Projektverantwortliche

Strametz & Associates GmbH
Michael Kühner
Geschäftsführender Gesellschafter
m.kuehner@strametz.de
Kalandstraße 13
34414 Warburg
www.strametz.de

 

Thomas Burkhard
Programmleiter
t.burkhard@strametz.de
Kalandstraße 13
34414 Warburg
www.strametz.de

 

 

Doris Dahlke
Projektmanagerin
d.dahlke@strametz.de
Kalandstraße 13
34414 Warburg
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