Lernen im Orbit der Künstlichen Intelligenz
Wie Raumfahrt-Szenarien den Transfer von KI-Wissen in die Praxis ermöglichen
Künstliche Intelligenz verändert die Lern- und Arbeitswelt mit rasanter Geschwindigkeit. Doch wie gelingt es Unternehmen, diese Technologien nicht nur zu verstehen, sondern auch praktisch einzusetzen? Genau hier setzt das eLearning-Projekt „AI Integration Expert“ von Wiethe Content in Kooperation mit Leaders of AI an. Ziel war es, Mitarbeitende in allen Unternehmensbereichen dazu zu befähigen, KI-Anwendungen selbstständig zu identifizieren, zu bewerten und erfolgreich umzusetzen. Der Lernansatz kombiniert praxisnahe Lernszenarien mit adaptiven Lernpfaden und realen Business-Cases, um die Brücke zwischen Theorie und Anwendung zu schlagen. So entsteht ein Weiterbildungsformat, das nicht nur Wissen vermittelt, sondern Handlungskompetenz aufbaut – ein Modell für moderne Qualifizierung im Zeitalter der künstlichen Intelligenz.
Künstliche Intelligenz verändert die Arbeitswelt rasant, und mit ihr die Anforderungen an Wissen, Kompetenzen und Lernstrategien. Viele Unternehmen stehen vor der Aufgabe, ihre Mitarbeitenden nicht nur technisch zu schulen, sondern sie zu befähigen, KI-Anwendungen sinnvoll und verantwortungsvoll im Arbeitsalltag einzusetzen. Dafür braucht es Lernangebote, die Theorie und Praxis verbinden und den Transfer in reale Unternehmensprozesse ermöglichen.
Vor diesem Hintergrund entwickelten Wiethe Content, eine führende Agentur für digitale Markenkommunikation, und Leaders of AI, ein Spezialist für KI-Weiterbildung und angewandte KI-Strategien, gemeinsam das eLearning-Projekt „AI Integration Expert“. Ziel war es, Mitarbeitenden aus unterschiedlichen Unternehmensbereichen ein strukturiertes Lernkonzept zu bieten, das technologische Grundlagen mit konkreten Anwendungsszenarien verknüpft.
Der mehrstufige Lernpfad kombiniert kompakte Theorieeinheiten mit Live-Sessions, Community-Austausch und praxisnahen Case Studies. So entsteht ein Qualifizierungsansatz, der KI-Wissen nicht isoliert vermittelt, sondern als unternehmensrelevante Schlüsselkompetenz begreift und damit den Weg für zukunftsfähiges Lernen in der digitalen Arbeitswelt ebnet.
Lernbedarfe

Damit Künstliche Intelligenz nicht auf strategischer Ebene stehen bleibt, sondern Teil des Arbeitsalltags wird, sollten Mitarbeitende befähigt werden, reale Geschäftsprobleme in konkrete KI-Anwendungen zu übersetzen. Im Fokus stand dabei weniger das Erlernen einzelner Tools als vielmehr das Verständnis für Prozesse, Datenflüsse und sinnvolle Anwendungsszenarien.
Das Lernkonzept sollte so gestaltet sein, dass auch Mitarbeitende ohne Programmierkenntnisse praxisnahe Fähigkeiten entwickeln können. Gleichzeitig wurde die neue Rolle der AI-Integrator:innen eingeführt – eine Funktion, die als Schnittstelle zwischen Fachabteilungen und IT fungiert und den Wissenstransfer langfristig sichert.
Die Zielgruppe umfasste Mitarbeitende aus Content Creation, Projektmanagement, IT-Operations, IT-Development und IT-Servicedesk – ergänzt durch technikaffine Kreativ- und Fachspezialist:innen, die ihre Anwendungssicherheit im Umgang mit KI vertiefen wollten.
Neben diesen didaktischen Anforderungen spielte auch die Akzeptanz neuer Technologien eine zentrale Rolle. Viele Mitarbeitende begegneten KI zunächst mit Skepsis – aus Sorge vor Veränderung oder fehlender Transparenz. Das Projekt reagierte mit praxisnahen Beispielen, klaren ethischen Leitplanken und konkreten Handlungsmöglichkeiten. So entstand ein Lernangebot, das Vertrauen schafft, Sicherheit vermittelt und den Grundstein für nachhaltige KI-Kompetenz im Unternehmen legt.
Projektverlauf
Das Projekt wurde im engen Schulterschluss zwischen Geschäftsleitung, HR sowie ausgewählten Fachbereichen und Teamleads initiiert. Die interne Koordination lag bei Wiethe Content; Leaders of AI verantwortete als eLearning-Anbieter die operative Programmlieferung – vom didaktischen Design über die Auswahl der Dozierenden bis zur Bereitstellung und zum Betrieb der KI-gestützten Lernplattform mit Feedback- und Community-Funktionen.
Die Umsetzung begann mit einer intensiven Vorbereitungsphase, in der die beiden Pilotteilnehmenden gebrieft und durch ein strukturiertes Onboarding geführt wurden. Anschließend startete die 120-stündige Weiterbildung, deren Inhalte in wöchentlichen Modulen über die Lernplattform vermittelt wurden. Neben asynchronen Lernvideos und Arbeitsmaterialien bildeten Live-Sessions mit Dozierenden – darunter KI-Expert:innen aus Industrie und Wissenschaft – einen festen Bestandteil des Programms.
Das didaktische Konzept basiert auf einer modularen Struktur, bei der jedes Modul ein konkretes Praxisproblem adressiert. Die theoretischen Grundlagen werden in interaktiven, story-basierten Formaten vermittelt. Diese folgen einer zusammenhängenden Erzählstruktur, die durch animierte Grafiken, integrierte Promptfenster, Quizzes und kontinuierliche Abfragen angereichert ist. Ergänzend dazu vermitteln Fachdozent:innen die praxisorientierten Business Cases in Videoformaten.
Die Lernumgebung ist als immersive Unternehmenslandschaft konzipiert und folgt der fiktiven „Y-Space“-Logik. Hier bearbeiten die Teilnehmenden komplexe Fallstudien, deren Schwierigkeitsgrad stetig zunimmt – von ersten Automatisierungsaufgaben bis hin zur Entwicklung vollständiger KI-Agentensysteme oder Governance-Frameworks.
Ein wichtiger Bestandteil des Programmablaufs waren die strukturierten Abgabeformate. Die Teilnehmenden erstellten Projektdokumentationen, Implementierungspläne und funktionsfähige KI-Systeme, die über die Plattform eingereicht und anschließend KI-gestützt ausgewertet wurden. Die Dozierenden ergänzten diese Analysen mit ausführlichem, individuellem Feedback in Form 10- bis 15-seitiger Dokumente.
Die Lernplattform bot adaptive Lernpfade, proaktive Impulse durch den KI-Lerntutor sowie die Integration der benötigten Werkzeuge direkt im Lernfluss. Der KI-Lerntutor wurde zu Programmbeginn individuell ausgewählt und passte sich im Verlauf dynamisch an Lernstand und Entwicklung an.
Die gesamte Durchführung wurde über ein internes Projektboard getrackt, das als zentrales Steuerungselement diente. Wöchentliche Reviews und Feedbackrunden sorgten dafür, dass Lernfortschritt, Meilensteine und Unterstützungsbedarfe transparent blieben. Ergänzend wurde das Projekt durch interne Kommunikationsmaßnahmen begleitet, darunter Präsentationen im Führungskreis, Intranet-Beiträge und Team-Briefings.
Nach Abschluss der Pilotphase wurden Lessons Learned in einem internen Workshop dokumentiert. Auf dieser Grundlage wurde die Entscheidung getroffen, das Programm auf weitere Mitarbeitende auszurollen.
Projektergebnis

Die Umsetzung des Programms zeigte schnell deutliche Erfolge. Die Resonanz der Teilnehmenden war durchweg positiv. Besonders hervorgehoben wurden die direkte Anwendbarkeit der Inhalte, die Qualität und Aktualität der Lehrmaterialien sowie die personalisierte Lernplattform mit intelligenter Feedbacklogik und KI-Lerntutor. Auch der motivierende Austausch innerhalb der Community wurde als klarer Mehrwert wahrgenommen.
Der Lernerfolg wurde anhand verschiedener Kriterien gemessen, darunter die Qualität der erarbeiteten Case Studies, die Umsetzung konkreter KI-Prototypen im Arbeitskontext, Rückmeldungen von Führungskräften zu Verhaltens- und Leistungsänderungen sowie Ergebnisse aus Wissensabfragen und Abschlussbefragungen. Die Ergebnisse flossen anschließend in interne Showcases ein, wodurch ein unternehmensweiter Wissenstransfer angestoßen wurde.
Mit Abschluss der Pilotgruppe wurde das Programm offiziell in das interne Weiterbildungsportfolio aufgenommen. Erste Absolvent:innen übernahmen als interne Coaches Multiplikatorrollen und unterstützten den Einstieg weiterer Teams. Durch diese strukturelle Verankerung wurde eine nachhaltige Kompetenzentwicklung sichergestellt.
Die Skalierbarkeit des Programms erwies sich als großer Vorteil: Durch die vollständig digitale, modulare Struktur konnte das Format problemlos auf weitere Fachbereiche ausgeweitet werden – in mehreren Sprachen und ohne Qualitätsverlust. Damit wurde der Weg für eine breite interne Nutzung von KI-Methoden geebnet.
Auch auf der Ebene der Organisationsentwicklung zeigte das Programm Wirkung. Es entstanden neue Rollen wie der „AI-Integrator“, die gezielt zwischen Fachbereichen und technischen Anforderungen vermitteln. Zudem entwickelte sich eine aktive Alumni-Community, die über das Programm hinaus den Austausch fördert und Hackathons, Sparringsessions und Mentoringformate nutzt.
Schließlich wurden konkrete KI-Lösungen in die Praxis übertragen, etwa automatisierte Prozesse in Content-Produktion, Servicedesk, Logistik- und Ressourcenplanung oder Finanzabteilungen. Der KI-Einsatz führte zu messbaren Effizienzsteigerungen und beschleunigten Workflows.
Fazit
Das Projekt „AI Integration Expert – Mit KI echte Transformation gestalten“ zeigt eindrucksvoll, wie zielgerichtete Kompetenzentwicklung den produktiven Umgang mit Künstlicher Intelligenz im Unternehmensalltag fördern kann. Statt auf reines Toolwissen zu setzen, steht die praktische Anwendung im Mittelpunkt: Mitarbeitende lernen, KI-Lösungen eigenständig zu bewerten, anzuwenden und weiterzuentwickeln.
Besonders überzeugend ist die Verbindung aus Microlearning, Live-Sessions und KI-gestütztem Feedback, die individuelles Lernen mit organisationalem Wissenstransfer verbindet. So wird KI-Kompetenz nicht nur aufgebaut, sondern nachhaltig verankert. Auch die Einführung der Rolle der AI-Integrator:innen stärkt die strukturelle Verankerung und macht das Format zukunftsfähig.
Für L&D-Verantwortliche bietet das Projekt ein Best-Practice-Beispiel, wie KI-Weiterbildung didaktisch durchdacht, skalierbar und praxisnah gestaltet werden kann – mit messbarem Mehrwert für Mitarbeitende und Organisation.
Vor dem Hintergrund der innovativen Verbindung aus gamifizierter Didaktik, technologischer Exzellenz und nachhaltiger Kompetenzentwicklung freut sich die Jury, das Projekt „AI Integration Expert – Mit KI echte Transformation gestalten“ mit dem eLearning AWARD 2026 in der Kategorie „Künstliche Intelligenz“ mit dem Schwerpunkt „KI-Integration“ auszuzeichnen. Herzlichen Glückwunsch!
Keytakeaways
Ausgangssituation:
- Lücke zwischen Business und IT schließen und Mitarbeitende befähigen.
- Strategische KI-Relevanz, aber fehlende Umsetzungs-kompetenzen und klare Strategien im Alltag.
Projektziel:
- Praxisreife KI-Kompetenz und AI-Integrator:innen aufbauen.
- Wirksame, skalierbare Lernarchitektur mit Datensouveränität verankern.
Umsetzung:
- 120-Stunden-Programm mit Live-Sessions und strukturiertem Feedback.
- Steuerung über Projektboard/Reviews; danach Rollout und Verankerung im Weiterbildungsportfolio.
Messung:
- Qualität der Cases, prototypische Umsetzungen, Führungs- und Lernfeedback.
- Effizienzgewinne, neue Rollen und Demokratisierung der KI-Wertschöpfung.
Projektverantwortliche

Wiethe Content GmbH
Christian Cromme
CIO
christian.cromme@wiethe.com
Herrmann-Müller-Str. 12
49124 Georgsmarienhütte
www.wiethe.com

Leaders of AI GmbH
Dominic von Proeck
Geschäftsführer
hallo@leadersofai.com
Urbanstr. 71
10967 Berlin
www.leadersofai.com



